…und in diesem Raum liegt die menschliche Freiheit.

Dieses Zitat stammt von Victor Frankl, dem es gelang das KZ weitgehend unbeschadet zu überstehen. Sein Geheimnis war, dass er bei all dem Unfassbaren, was er erleben musste, immer daran dachte wie er das seinen Studenten am besten erklären konnte. So erschuf er innerlich eine Meta-Ebene, die es ihm erlaubte, alles mit Abstand zu betrachten und sich nicht vollständig mit seinen Gefühlen zu identifizieren.

Unsere Welt ist zum Glück nicht ganz so dramatisch (auch wenn die Medien nichts unversucht lassen, dies zu suggerieren…). Dennoch fühlen wir uns oft gefangen: in äußeren Zwängen, unablässigen Ablenkungen, immer mehr Aufgaben, hohen Erwartungen…

Wie kann es uns gelingen, diesen Abstand – diese Metaebene – herzustellen, „being the master of our mind“?

Die wichtigste Zutat ist „offene Aufmerksamkeit“ (open awareness). In diesem mentalen Zustand gelingt es uns, exakt zu bemerken, was unseren Mind* gerade erreicht: Gedanken, Gefühle, Körper- und Sinneswahrnehmungen, Intuition.  Wie eine Taschenlampe lenken wir das Lichtkegel unserer Aufmerksamkeit auf den Inhalt unseres Minds und halten ihn im Bewusstsein, ohne sofort zu bewerten, einen Kontext herzustellen, die Relevanz einzuordnen etc. wir bemerken, was wir bemerken. Meta-Aufmerksamkeit.

Dies ist MetaFokus auf der ersten Stufe.

Der so entstehende „Spalt“ zwischen Wahrnehmung und Verarbeitung bzw. unmittelbarer Reaktion gibt uns die Freiheit zu agieren statt nur zu reagieren.

Mehr dazu im Seminar oder auch im Buch „One second ahead“

 

*Mind beschreibt besser als jeder deutsche Begriff das worum es geht: den Inhalt unseres Bewusstseins zu einem bestimmten Moment. Dies können Gedanken, Gefühle, innere  und äußere Wahrnehmungen sein. Da es kein adäquates deutsches Wort dafür gibt wird hier „Mind“ verwendet.